Gentle Rocker´s Blog – Leben & Internet

Ein Sonntag ohne Internet

Mai 24, 2009 · Kommentar schreiben

Heute Morgen musste ich schon einige Stunden des Schreckens erdulden: das Internet war bis Nachmittag ausgefallen. Ein Anruf bei der Hotline unseres Anbieters ergab lediglich: „Es kann momentan sein, dass in Ihrem Vorwahlbereich Telefon und Internet für mehrere Stunden ausfallen.“ Na großartig, dachte ich mir. Da will man seinen allmorgendlichen Streifzug durchs Netz machen und dann sowas.

Doch immerhin lag es nicht wieder an unserem Modem, weil das schon diverse Male durchgeschmort ist. Das Ding läuft ja auch wirklich Tag und Nacht hier – kein Wunder, dass es dann irgendwann den Geist aufgibt. Doch ich hatte alle LEDs überprüft, alles blinkte zufrienden vor sich hin, weshalb ich dann zu dem Schluss kam, dass es wohl ein Fehler beim Anbieter sein musste; und ich sollte Recht behalten.

Aber es ist schon erschreckend, dass mir der Vorfall überhaupt so nahe ging. Das zeigt mir eindeutig, dass ich meine Internetgewohnheiten anpassen muss und wieder unabhängiger werde von dieser virtuellen Welt. Wo soll das denn sonst bloß hinführen? Aber mittlerweile ist es so, dass ich für´s Studium und für die Arbeit dieses Medium brauche, weshalb es gar nicht so leicht ist, darauf zu verzichten.

Ich habe mir jedenfalls überlegt, dass ich einfach immer einen Tag in der Woche herauspicke und die Kiste auslasse, das wäre sicher eine gute Übung. Der Sonntag würde sich recht gut dazu anbieten. Einfach Studium und Arbeit sein lassen und in die freie Natur hinausziehen, das wär´s doch!

Heute konnte ich noch nicht raus gehen, weil ich derzeit an einem Referat arbeite, das bis morgen Abend fertig sein muss. Ich steigere mich bei solchen Dingen immer voll rein, weil ich immer gut vorbereitet sein will. Nach dem Weltspiegel und der Tagesschau werde ich es aber auf jeden Fall noch machen, zumindest für eine Stunde oder so. Der Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich regelmäßig die Fernsehkiste anmache. Ist doch ein guter Deal: den Computer aus und den Fernseher an.

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Kein Geld und trotzdem glücklich

Mai 23, 2009 · Kommentar schreiben

Heureka! Ich musste eben feststellen, dass ich kaum Geld mehr auf meinen beiden Kontos habe. Um zu verhindern, dass ich das eine Konto überziehe, musste ich jetzt von dem anderen etwas transferieren. Ganz entgegen der Empfehlung habe ich dabei immer nur ein Browserfenster benutzt, weil ich überhaupt keine Angst vor irgendwelchen Hackern habe, weil die ja sowieso nichts bei mir abheben könnten.

Ich frage mich, wann ich überhaupt mal Sorgen um mein Geld haben müsste, bzw. wann ich wirklich so viel Geld verdiene, dass ich davon leben kann. Ich kenne einige Menschen mit Studienabschluss, die monatelang kaum etwas verdient haben und sich erst mal von Praktikum zu Praktikum hangeln mussten – das ist doch wirklich lächerlich. Da studiert man jahrein jahraus und darf dann im schlimmsten Falle Bücher kopieren oder Kaffee kochen.

Ich stelle dabei ja nicht einmal hohe Ansprüche: vielleicht etwas über 1000 Euro im Monat wären doch schon in Ordnung – aber selbst dieser Betrag wird für manche schon ein Traumwert sein. Ich lasse mich jedenfalls überraschen und warte mal ab, wie sich diese ominöse Finanzkrise noch so entwickeln wird.

Da wird ja schon der Teufel an die Wand gemalt, soziale Unruhen werden vermutet, wenn ein paar Millionen Arbeitslose mehr auf den Straßen herumlungern. Dabei denke ich mir dann immer: drüben in Spanien ist die Quote auch bei an die 20% und die leben auch noch. Wie es so schön heißt, wird wohl nach wie vor auf einem hohen Niveau gejammert in deutschen Gefilden.

Es ist bestimmt nicht verkehrt, wenn der ein oder andere ein wenig kürzer tritt und seinen Lebensstil etwas überdenkt. Ich bin sowieso gegen diese totale Konsummentalität, zerstört doch bloß die Umwelt. Warum eine Wirtschaft immer wachsen und expandieren muss, habe ich eh noch nie ganz begriffen. Vielleicht habe ich deswegen auch nie Geld, was ich aber in Ordnung finde, solange ich keine Schulden habe.

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Alles wie gewohnt

Mai 23, 2009 · Kommentar schreiben

Guten Morgen! Heute war ich schon recht fleißig und habe erst mal das alte Geschirr, das noch so herum stand abgespült. Dazu muss ich aber gleich sagen, dass ich Abspülen einfach sehr gerne mache. Das hat für mich so etwas Meditatives und ich werde ganz ruhig und atme tief durch, entferne den Schmutz und mache die Gegenstände richtig schön sauber.

Erst befülle ich das Becken mit allerlei Zeug, nach ganz unten kommt für gewöhnlich das Besteck, dann die Teller und ganz oben die Gläser und Tassen. Das Ganze lasse ich dann, nachdem ich mittelwarmes Wasser mit etwas Spüli eingelassen habe, etwas stehen, damit der Schmutz etwas aufweichen kann. Nach ungefähr fünf Minuten lege ich dann so langsam los.

Doch heute ist mir schon ein kleiner Fehler unterlaufen: ich habe unter die Teller auch eine dreckige Pfanne eingetaucht, weshalb das Wasser schon leicht überfettet war – aber noch nicht allzu dramatisch. Ich war imstande, alles wie gewohnt und ohne Rückstände zu reinigen. Noch mal Glück gehabt! Während des Spülens habe ich mir auch mal wieder ein Frühstücksei gekocht, man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich hole mir immer die kleinen Bioeier, weil die meiner Meinung nach besser schmecken als die anderen, und die Legebatterien will ich ja schließlich auch nicht unterstützen. Bei dem Brot musste ich erst stutzen, weil ich eigentlich dachte, dass noch eine Scheibe da wär; hat mein Mitbewohner die etwa einfach stibitzt? Dem war nicht so, da ich ja gestern mit dem Kaffeefilter etwas ungeschickt war; es hatte also alles seine Richtigkeit.

Der Kaffee heute Morgen ist nicht ganz perfekt gelungen. Die Brühe hat schon einen leichten Muckefuck-Geschmack, weil ich diesmal den Kaffeefilter ganz mit heißem Wasser voll gemacht habe: es ist besser, wenn ich zweimal bis zur Hälfte auffülle und zwischendrin erst mal einlaufen lasse. Morgen mache ich das dann wieder wie gewohnt!

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Ein Nachtspaziergang

Mai 22, 2009 · Kommentar schreiben

Eben komme ich von einem langen nächtlichen Spaziergang zurück. Es war wirklich schön, völlig neue Wege zu gehen und den frischen Frühlingsduft zu schnuppern allüberall. Fast drei Stunden lang waren wir unterwegs und haben uns so allerhand erzählt. Es waren völlig neue Eindrücke für mich, obwohl diese vielen bezaubernden Orte gar nicht weit entfernt sind von hier.

Ich habe gerade auch noch die letzten Macadamia-Nüsse entdeckt, welche herrlich schmecken und den Abend abrunden. Ich mag alte Häuser, die mit Efeu bewachsen sind; oder auch welche, die von einem Löwen oder einem Kobold bewacht werden – das hat dann so etwas Mystisches. Ein wenig Enten Füttern waren wir auch im Park. Das habe ich bisher noch nie gemacht, ist aber ganz lustig, wenn man dann anfängt mit den Tieren zu kommunizieren.

Ich könnte jeden Tag auf´s Neue auf Erkundungstour gehen und die Stadt entdecken; groß genug ist sie ja, wahrscheinlich bräuchte man Jahre, um alle Straßen abzulaufen. Vorhin kam mir der Gedanke: einfach auch mal alle S-Bahn-Stationen anzufahren und an jeder Stelle aussteigen und herumwandern, die Gegend auskundschaften. Das wäre sicher spannend.

Bei Nacht sieht alles so anders aus, so geheimnisvoll. Die Menschen scheinen sich auch besonders zu verhalten. Ich mag das. Ich höre gerade meine Nachbarin von oben drüber; sie räuspert sich alle paar Minuten – wirklich, das ist nicht übertrieben. Das ist möglicherweise eine Art Tick oder so.  Vielleicht hat sie auch einfach zu viel Schleim im Hals, weil sie dauernd hustet vom Rauchen.

Das war heute wieder ein ereignisreicher Tag, die Bundesrepublik ist mittlerweile 60 Jahre alt geworden, holla die Waldfee! Wer hätte das gedacht? Ich fand den Spaziergang wirklich toll, das sollte ich wieder jeden Tag machen. Jetzt kann ich bestimmt gut schlafen – selbst wenn meine Nachbarin heute Nacht wieder so laut ist. Vielleicht träume ich davon, wie die Straßen und Häuser morgen wohl aussehen werden.

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Wodka mit Wild Berry

Mai 22, 2009 · Kommentar schreiben

Eben habe ich mir zur Feier des Tages noch einen Drink gemixt: Wodka mit Wild Berry. Ich lagere meinen Fusel gerne im Kühlfach, damit das Zeug schön dickflüssig ist, wenn es den Rachen runter fließt. Normalerweise kaufe ich keinen billigen Wodka, weil ich damit schon schlechte Erfahrungen gemacht habe; doch momentan kann ich mir die Markenprodukte einfach nicht leisten. Ist auch nicht weiter schlimm.

Wild Berry trinke ich normalerweise auch niemals, doch die Flasche stand so verführerisch im Regal herum. In der Regel greife ich zu Tonic oder Lemon, diesmal war es eben so ein rosafarbenes flüssiges Etwas. Schmeckt leicht nach Gümmibärensaft – so stelle ich mir den jedenfalls vor – und man gewöhnt sich erst nach einiger Zeit daran, aber immerhin gewöhnt man sich überhaupt daran.

Ich mische das etwa im Verhältnis 1:3 ohne Eis. Ich kenne Leute, die könnten ohne Probleme auch 3:1 trinken, aber das finde ich stark übertrieben – schließlich bin ich ja kein Alkoholiker. Die Russen trinken das Zeug ja angeblich auch vorwiegend pur. Ich habe das nur einmal im Flugzeug miterlebt, wie eine Horde Neureicher eine Party über den Wolken veranstaltet hat.

Das war wirklich ziemlich unangenehm für alle, besonders für die Stewardessen. Es hat nur gefehlt, dass sich so ein Russe übergeben hätte, und die Kacke wäre am Dampfen gewesen. Aber glücklicherweise sind sie allesamt ins Koma gefallen und man konnte sie nach der Landung nur unter großen Mühen wieder aufwecken. Ich halte nichts von übermäßigem Alkoholkonsum, aber zwischendurch trinke ich gerne Mal ein Gläschen.

So wie heute eben. Eigentlich bin ich ja auch eher der Gin Tonic Fan, doch manchmal kann man auch etwas von der Norm abweichen, finde ich. Die letzten Nächte konnte ich nicht gerade gut schlafen, weil mich meine liebe Nachbarin von oben drüber gut unterhalten hat, obwohl ich sie gar nicht darum gebeten hatte. Vielleicht sollte ich sie einfach Mal auf ein Gläschen Wodka mit Wild Berry einladen.

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Bloggen und Kommentieren

Mai 22, 2009 · Kommentar schreiben

Heute habe ich schon eine kleine Diskussion mit einem etablierten Schriftsteller über das Thema Bloggen geführt. Was ist Bloggen eigentlich? Ist das nur ein alternatives Tagebuch Schreiben oder doch mehr? Die Meinungen gehen stark auseinander und für manch einen ist dieses moderne Geschreibsel nur Makulatur, virtueller Müll. Ganz so sehe ich das aber nicht. Mit dem Web 2.0 hat im Prinzip jeder Mensch mit Internetanschluss die Möglichkeit, seine Gedanken nieder zu schreiben und einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Außerdem kann man dadurch auch meinungsbildend wirken, einen kleinen Teil zu einer großen Diskursion beitragen. Dies trägt auch der Pluralität in einer funktionierenden Demokratie bei, auch wenn es manchmal recht heiß her geht in einigen Blogs, wobei der richtige Ton auch ab und an verfehlt wird. Doch es gibt in jedem Bereich schwarze Schafe.

Doch so ein Blog ist nicht nur zur Selbstreflexion gedacht, und zur Verbreitung von subjektiven Meinungen, sondern er soll auch Neues bringen, neue Impulse und Gedanken. Dabei auch auf andere Blogs verweisen, um Netzwerke zu bilden und den Austausch von Ideen ankurbeln. Das ist vielleicht ein wenig idealistisch gedacht, doch so stelle ich mir das eben vor.

Um diesen Austausch anzuregen, bedarf es in Blogs für gewöhnlich auch der Kommentare. Diese Einsicht habe ich auch erst nach vielen Monaten des Einsiedlerdaseins als einsamer Blogger bekommen, da ich am Anfang viel zu faul war, um über meinen eigenen Tellerrand zu schauen. Doch der neugierige Blick wird häufig belohnt.

Es ist wirklich ganz erstaunlich, auf welch tolle Blogs man nach ein wenig Herumschnuppern stoßen kann. Sicherlich ist es so, dass man schon ein wenig Zeit investieren muss, um fündig zu werden; doch die Suche lohnt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, welcher Leser es wohl als erster schafft, hier einen Kommentar zu verfassen. Noch ist es relativ schwierig, diesen Blog zu finden – aber er wächst!

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Suchmaschinen und Axelschweiß

Mai 22, 2009 · Kommentar schreiben

Ich bin gerade noch etwas unschlüssig und weiß nicht genau, worüber ich zuerst schreiben soll. Heute regnet es wirklich unheimlich viel und dabei ist es gleichzeitig sehr unangenehm schwül. In der U-Bahn riechen die Leute oftmals sehr stark nach Axelschweiß, was ich ganz schön frech finde. Man kann doch als zivilisierter Mensch ein Deodorant verwenden?

Ich könnte jetzt etwas über Suchmaschinen schreiben, was ich heute schon einmal gemacht habe. Dieses Thema wird immer interessanter, je mehr ich mich mit dem Internet beschäftige. Letzten Montag ist mit Wolfram Alpha eine neuartige Suchmaschine online gegangen. Ins Leben gerufen wurde sie von Stephen Wolfram, der auch schon „Mathematica“ entwickelt hat in seiner Firma: eine Software für Mathematiker und Naturwissenschaftler – vorwiegend.

Ich bin mit diesem Programm bisher noch gar nicht in Berührung gekommen, da ich auch nichts Mathematisches oder Naturwissenschaftliches studiere, sondern das Leben an sich. Darüberhinaus kann ich ganz gut Kopfrechnen und mit Stochastik kenne ich mich auch ein wenig aus, da ich mich intensiver mit Spiel- und Pokertheorie befasst habe. Doch ich schweife ab. Ich wolle ja eher etwas über Suchmaschinen schreiben.

Zu nennen wären da sicherlich einmal Google und Yahoo, eventuell in erster Linie auch noch MSN Search. Damit habe ich wohl die Platzhirschen erwähnt. Da gibt es aber auch noch Forestle, die grüne Suchmaschine, auf die ich erst vor kurzer Zeit aufmerksam gemacht wurde. Oder aber auch Search Twitter. Das könnte eventuell der neueste Schrei oder auch Zwitscherer werden.

Bei Search Twitter kann man in „Echtzeit“ suchen, permanent wird upgedatet, wobei ich mir wirklich die Frage stelle: für wen ist das denn bitte gut? Wer sitzt denn schon vor seinem Rechner und klickt immer wieder nach ein paar Sekunden auf „Update“ und sieht sich die neuesten Tweets an, um auch ja am schnellsten informiert zu sein? Ich jedenfalls nicht. Das produziert sicherlich nur noch mehr Axelschweiß, und davon gibt es momentan mehr als genug.

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Brot am Morgen erspart Kummer und Sorgen

Mai 22, 2009 · 1 Kommentar

Gestern Abend um 21:45 Uhr (oder ist das eher schon nachts?)  lief die Dokumentation über den diplomatischen Dienst in der ARD. Also im Ausland. Ich fand diesen Beitrag unheimlich interessant, da ich selber gerne im Ausland arbeiten würde. Doch um das bewerkstelligen zu können, muss man Fremdsprachen beherrschen und sehr flexibel sein. Heute morgen habe ich schon fast alles wieder vergessen.

Alles neu macht der Mai. Das Wetter ist beim Alten geblieben, so richtig schönes Aprilwetter ist derzeit. Ich finde das schon recht anstrengend: es ist heute Morgen so dunkel, dass ich in der Küche das Licht anmachen muss, und dabei ist es schon fast acht Uhr. Dazu schüttet es in Strömen, und ich weiß nicht so recht, ob ich eher ein T-Shirt anziehen sollte oder doch etwas Längeres.

Darüber ziehe ich heute sicher eine Jacke an, eine sommerliche. Meine Regenschirme sind allesamt kaputt, weil der Wind die immer „umdreht“ und sich dabei die Stängelchen umbiegen oder gar abbrechen. Neue kaufe ich mir deswegen nicht, weil es mir wirklich egal ist, ob mein Schirm schief und krumm ist und ich dabei wie ein Penner oder uncool aussehe.

Ich will sowieso nicht so cool sein wie so manch anderer in dieser Stadt hier, das überlasse ich lieber den Eingebildeten. Aber Einbildung ist auch ´ne Bildung habe ich mal irgendwo gelesen. Ich habe heute die Butter weggelassen, weil sie noch zu hart war und mich nervt es immer, wenn ich die Scheibe Brot halb zerstückle, nur weil die Butter nicht streichzart ist.

Mir ist auch schon ein großartiger Faupax geschehen: da meine Kaffeemaschine ihren Geist aufgegeben hat, verwende ich nur noch den Filterhalter auf einer Teekanne aufgestülpt. Das ist immer eine wackelige Angelegenheit, weil die beiden Gerätschaften nicht so richtig zusammen passen. Prompt ist mir dann die Konstruktion auf halbem Wege umgefallen und hat mir die letzte Schnitte Brot verpulvert. Zum Glück hatte ich aber vorher noch zwei andere bestrichen und kann den Morgen doch noch mit einem kleinen Frühstück beginnen.

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Mit dem Internet zum Überwachungsstaat?

Mai 21, 2009 · Kommentar schreiben

Mittlerweile hat meine liebe Nachbarin ihren Terror schon wieder eingestellt, doch ich komme immer noch nicht zum Lernen. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf Morgen. Oder: Die Arbeit ruft – lass sie schreien. Nach diesen Mottos verfahre ich derzeit und surfe lieber im Internet rum. In letzter Zeit tut sich ja auch unheimlich viel in dieser virtuellen Welt.

Unsere Familienministerin möchte ja, dass gewisse Seiten gesperrt werden. Viele Experten fürchten, dass es nicht bei einigen wenigen kriminellen Internetseiten bleiben würde, sondern dass nach und nach eine regelrechte Internetzensur-Mentalität aufkommen könnte. Es gibt sogar Leute, die „chinesische Verhältnisse“ am Horizont sehen. Ich hoffe, dass die Bundesregierung noch einmal einlenken wird und eine bessere Lösung findet, um der Internetkriminalität Einhalt zu gebieten.

Es kursieren heute zudem allerlei Videos auch zum Thema Terrorismus. Der Überwachungsstaat ist anscheinend überall am Wachsen, was teilweise satirisch in Frage gestellt wird. Vor ein paar Jahren lautete das Motto „Du bist Deutschland“; ein neuartiger Webauftritt läuft unter dem Slogan „Du bist Terrorist“. Sind wir nicht längst schon auf dem Weg zu einem Big Brother – Staat? Werden die Dystopien von „1984″ und „Brave New World“ immer realer?

Ich weiß es nicht. Ich habe nur vor ein paar Jahren schon einmal mitbekommen – ich glaube es war im Zusammenhang mit einem Seminar von einem BND-Juristen zum Thema Terror und Nachrichtendienste- , dass die Amerikaner jedes einzelne Telefonat in Deutschland aufzeichnen. Zwar ist die Auswertung dieser Gespräche eine andere komplizierte Frage, doch irgendwie hatte mich dieses Faktum schon ein wenig erschreckt.

Ich habe mich vor einiger Zeit dazu entschieden, mich intensiver mit dem Thema Internet, Datenschutz und Funktionsweisen des Web 2.0 auseinanderzusetzen, um einfach wenigstens ansatzweise nachvollziehen zu können, was da eigentlich alles abgeht im Hintergrund. Dabei ist es wirklich schwierig, einen Durchblick im Dickicht zu erhalten, doch ich arbeite fleißig daran. Kann nicht schaden!

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Meine Nachbarin von oben drüber

Mai 21, 2009 · Kommentar schreiben

Eigentlich wollte ich ja jetzt lernen. Wollte und sollte ich. Eigentlich. Aber meine liebe Nachbarin von oben drüber macht wieder einen Lärm, der fast schon an Körperverletzung grenzt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die liebe junge Frau da oben immer veranstaltet; doch ihr Betragen grenzt wirklich fast an Unverschämtheit und zeugt von absoluter Charakterlosigkeit.

Sorry, dass ich das so drastisch formulieren muss – aber sie lässt mir keine andere Wahl. Ich hatte sie schon einmal darauf aufmerksam gemacht, dass die Räumlichkeiten hier sehr hellhörig konstruiert wurden, woraufhin sie sich auch etwas angepasst hatte und generell leiser war. Doch mittlerweile scheint sie wieder alles vergessen zu haben. Manchmal ist es so, dass sie nach Mitternacht ihre Waschmaschine anschaltet obwohl sie genau weiß, dass ich dann nicht schlafen kann.

Was soll ich da jetzt tun? Nachts im Schlafanzug hochrasen und ihr das Wäschewaschen verbieten? Ich bin erstens kein Spießer und zweitens bin ich viel zu schüchtern; aber dieses Verhalten regt mich tierisch auf. Ich traue meinen Mitmenschen normalerweise schon zu, dass sie mitdenken können und auf andere achten. Doch manchmal erwarte ich wohl einfach zu viel.

Meine Nachbarin und ich verstehen uns eigentlich ganz gut normalerweise. Ich nehme fast jede Woche Päckchen vom Postboten an, die für sie gedacht sind. Und manchmal sind diese Päckchen ganz schön schwer. Vielleicht werde ich in Zukunft die Päckchen einfach nicht mehr annehmen. Mir ist außerdem aufgefallen, dass sie mich draußen am hellichten Tag nicht einmal grüßt. Ist schon komisch, oder?

Was mich aber noch viel mehr aufregt: sie hört spät in der Nacht viel zu laut Musik und was noch viel schlimmer ist: sie hört immer nur ein einziges Lied, welches permanent auf Repeat läuft! Das ist doch unerhört! Wie kann man nur so eintönig sein. Musik ist etwas unheimlich Wichtiges in meinem Leben: ich nehme mir das Recht heraus zu urteilen, dass meine Nachbarin ganz schreckliche Musik hört und dann auch noch permanent den gleichen Mist! Tschuldigung.

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